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Wie gut sind häusliche Notrufdienste?


Stiftung Warentest hat nachgeforscht


Viele ältere Menschen leben alleine: Stürzen sie, ver­brühen sich beim Kochen oder kämpfen mit Herz- und Atemproblemen, brauchen sie so schnell wie möglich Hilfe. Diese bekommen sie über einen Hausnotruf – ausgelöst durch einen einfachen Knopfdruck. Doch wie gut und effektiv arbeiten Notrufdienste tatsächlich?

Notdienst-Service gegen Geld

Um diese Frage zu beantworten, hat Stiftung Warentest exemplarisch zwölf Hausnotrufdienste im Raum Berlin und München untersucht – darunter Wohlfahrtsverbände wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Arbeiter-Samariter-Bund sowie private Anbieter.

Möchte man einen häuslichen Notrufdienst nutzen, muss zunächst der Techniker kommen. Der installiert alle Geräte, die man braucht, um mit dem Notrufdienst vernetzt zu sein. Je nach Anbieter kostet dieser Service einmalig zwischen 10 und 78 Euro. Zusätzlich berechnen die Notrufdienste für die „Hilfe per Knopfdruck“ monatlich eine Nutzungsgebühr von 14 bis 25 Euro.

Nur drei Dienste überzeugen

Was Stiftung Warentest nun interessierte: Wie gut beraten die Dienste den Kunden, wie sorgfältig installieren sie die Technik und wie reibungslos klappt der Notdienst?

Das Fazit: Nur drei der zwölf getesteten Dienste schnitten mit „gut“ ab. Vor allem der Notdienst des DRK überzeugte die Tester. Sie vergaben dafür die Note 2,3. Auch der Service des Malteser Hilfsdiensts und der Johanniter-Unfall-Hilfe bekamen das Prädikat gut. Alle anderen Hausnotrufdienste bewertete Stiftung Warentest mit „befriedigend“ oder „ausreichend“.

Dienste erst prüfen, dann auswählen

Wer über einen Hausnotrufdienst nachdenkt, sollte sich also gut überlegen, wo er sein Geld investiert. Denn nicht jeder Service hält offenbar, was er verspricht. Der eigenen Gesundheit zuliebe empfiehlt es sich daher, die Dinge lieber zweimal zu prüfen als sich mit dem erstbesten Angebot zufrieden zu geben.


07.09.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Dr. nat. med. Anke Kopacek


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